Sat 20 Dec 2008
Montag. 15. Sep. 2008
15. September ist ein besonderer Tag, zu diesem Tag und zum 15. März jedes Jahr sollten alle Abschlußarbeiten dem Prüfungsamt abgegeben werden. Heute geben 2 Kommilitoninnen, WX und die Nichtwahrfrau ihre Arbeiten ab. Ich bewundere ihnen und wünschen beiden Glück. Es war 6 Chinesen im April 2007 das Studium DaF angefangen, zwei davon sind heute fertig, für 3 Semester, nicht leicht, die beiden sind erschöpft, gleichzeitig sehr stolz auf sich. Es können fast nur die Chinesen, sie können das Studium so schnell in 3 Semester abschließen, das verlangt vieler vieler harten Arbeit. Ich sehe heute noch die Nichtwahrfrau, im ALDI, sie ruft mich laut, ich habe schon bezahlt, sie bleibt noch hinter der langen Schlage. Ich muss rauchen, gehe draußen, nachdem ich geraucht habe, kommt sie noch nicht aus. Ich will gehen, überlege eine Weile, kommt wieder zurück. Sie braucht heute wirklich was zu erzählen, und ihre Arbeit verdingt meine Verehrung, ich sollte kurz mit ihr sprechen, wenigstens heute.
Langfristig zu sehen hat die Nichtwahrfrau sich wenig verändert, wir kannten uns seit 2003 in Xiangtan Uni. Sie war damals schon täglich besorglich und beschwere gern vor anderen. Sie hat kaum Freunde, wohnt im Wohnheim für 10 Mädchen aus einer Klasse, hat nur eine Freundin während ihres 4 jährigen Studiums. Diese Freundin hat außer der Nichtwahrfrau auch keine Freunde mehr. Aber beide sind zu verehren, sie haben fast die beste Leistungen und arbeiten wirklich sehr sehr sehr hart dafür, solche Arbeit kann ich nicht tragen. Stimmt, diese Freundin studiert heutzutage in Darmstadt Wirtschaftmathematike, hat bestimmt auch sehr gute Leistung. Ich will mit der Nichtwahrfrau kurz sprechen, wir sehen uns wahrscheinlich nicht mehr, ich will bei ihr helfen, wenn sie zurück nach China fliegt, ich bringe sie unbedingt nach Weimar, vielleicht auch nach Erfurt. Sowieso hat sie mir geholfen, als ich Deutschland ankam, obwohl sie nervig war und bleibt immer nicht wenig.
Wir haben kurz gesprochen, ich gratuliere sie. Sie gibt mir noch ein kleines Blatt, „Hinweise zur Masterarbeit“, was sie nicht mehr braucht. Ja, sie ist endlich fertig. Ich wünsche sie sehr herzlich, ich weiß genau, wie schwer es ist, in drei Semester das Studium zu schaffen. Ich weiß, wie viel Schwierigkeiten hat sie überwiegt. Langfristige unregelmässiges Essen, dauernd ungenügender Schlaf, keine richtige Kommunikation, keine Pause, keine Freunde, als eine Frau hat sie viel getragen, und sie hat wahrscheinlich die besten Noten! Unser Fach ist so, reguläres Studium dauert 4 Semester, ein normaler Mensch, welcher die Voraussetzung dieses Faches befriedigen kann, und der nicht faul ist, sollte es innerhalb 4 Semesters gut schaffen, und dazwischen kann man noch Spaß haben. 3 Semester darf man auch tun, das ist höchstwahrscheinlich eine Erfindung von Chinesen, dies bedarf eines sehr unordentlichen Studiums und muss man sehr überfleißig arbeiten, denn alle Regeln sind in diesem Studiumgang, vielleicht in allen Studiumgang in Deutschland, einfach für ein ordentliches Studium gestellt, wenn man verlängern oder seltsamerweise vorher schaffen, muss man den Regeln brechen. Wenigstens viermal haben die Kommilitonen mich gefragt, was macht ihr Chinesen? wieso seid ihr so eilig? Drei Semester? Wahnsinnig. Es waren Vietnemesen, Schwarze, Araber und auch andere Länder, sie können einfach nicht verstehen, wie kann man das kurze Studium noch kürzer machen, und besonders, warum! Meine Antwort war immer, „in China, haben wir viel Konkurrenz…“ sie lachten nicht, sie schütteln den Kopf und können nicht verstehen.
Eigentlich ist die Nichtwahrfrau nicht stupid, sie weiß, man sollte nicht nur für das Abschlusspapier 3 Semester im Ausland verbringen, so hart arbeiten wie Sklave, man sollte viel mehr dabei lernen und genießen, das weiß sie genau, aber ich glaube, ich vermute, ich bin wahrscheinlich irgendwie eins der Ursachen, dass sie so früh schaffen möchte. Sie will schneller als ich. Als wir in Xiangtan war, sie ist 2 Jahren, vier Semester eher als ich, aber in Deutschland, fangt sie gleich wie ich an. Sie war sehr neidisch auf mich, und sagte oft, „wieso hast du immer gutes…?“. Sie glaubt, der Herr Gott ist besonders streng mit ihr und alles auf der Welt ist irgendwie unfair. Aber sie ist zu verehren, denn sie will alle diese Unberechtigkeit durch ihre eigene harte fleißige Arbeit auszugleichen und heute! Ihre „big day“ hat sie es geschaffen. Sie kann gut atmen, obwohl ist heute dunkles Wetter, ist in ihren Augen blauer Himmel.
Ich esse am Mittag mit Matthias und Tilman in der Mensa, Tilman kommt erst knapp drei, hat nichts gegessen, ist überglücklich, er hat heute auch seine Mathe Diplomarbeit abgegeben. Er hat so gute Laune und ich kann nichts dagegen, dass wir drei nach dem Essen noch zusammen einen Kaffee trinken wollen, obwohl die arme Elke wartet noch auf mich. Tilman ist intelligent, ohne Zeifel, nächster März, er möchte seine andere parallele Diplomarbeit für Physik abgeben. Seit 2001 hat er gleichzeitig zwei Diplom angefangen. Er ist sehr stolz auf seine Arbeit, zeigt die gebundene Version, (hat sehr schon gebunden, mit dunkelrot, gerade die Farbe ich später haben möchte..), und sprechen die ganze Zeit darüber. Die Arbeit ist 54 Seite und auf Englisch, seine zweite Sprache. Er ist wirklich ordentlicher gewissenhafter Typ (genau wie die Klischee zu Deutschen, als wir diese Sprache lernen), die Arbeit, soweit wie er erzählt, wird gut beurteilt und er möchte vielleicht irgendwann die veröffentlichen. Er kann später Karriere machen, hat Ehrgeiz.
Heute ist für viele signifikanter Tag, sollen wir alle gut tief atmen.




