Mittwoch, 08. Okt. 2008
Die Zeit vergeht schnell. Bevor ich es merke, das neue Semester wird schon bald beginnen. Vor zwei Woche am Sonntag 21. Sep war ich krank, richtig erkältet. Aber ich ging trotzdem am Montag in die Bibliothek, ich muss eine Email antworten. Was für ein Email? Das ist eine Geschichte.
Am Samstag 20. Sep bekam ich ein blödes und ärgerliches Email aus China, es war von einer emaligen Kommilitonin, WJJ. Diese Frau kenne ich so gut wie nicht, sie studierte Französisch und wir sprachen damals fast nichts miteinander. Sie ist aber eine Freundin von der besten Freundin von mir. So schrieb sie mir ein Email und ließ ich 90 Euro ins Konto des Polizeiamtes von Dösseldorf überweisen. Dann möchte sie diese 90 Euro der beste Freundin irgendwie in China geben, und dann sollte diese beste Freundin in Frankreich diese 90 Euro wieder nach Deutschland auf meinem Konto gutschreiben.
Diese Idee ist schon blöd genug, aber ihr Grund ist erst richtig ärgerlich. Diese WJJ studiert in Beijing, im letzten Semester war sie in Frankreich als Austauschstudentin. Sie kümmerte sich nicht um ihres Visum, und ließ es ungültig. Dann wollte sie wahrscheinlich das Geld für neues Visum sparen und übrigens flog sie noch mit einem billigen Flug nach China, damit musste in Dösseldorf umsteigen. So wurde sie in Dösseldorf von Polizei gemerkt. Diese 90 Euro ist das Strafgeld. Im Email lügte sie vor mir, erzälte mir über ihre Erlebnis in Beijing, den völligen Ablauf von der Abzahlung dieser blöden 90 Euro, was am Ende nicht funktioniert. Weswegen sollte ich für sie das Geld zuerst bezahlen. Als ich das Email bekam, ärgere ich mich für das ganze Wochenende, will einfach nichts tun und sie sandt mir SMS und ließ die Freundin von mir in Frankreich mich anrufen. Sie erzählte dieser Freundin gleichfalls von ihrer Lüge, also, die völlige Bürokratie von Deutschen Bank in Beijing, das böse deutsche Polizeiamt in Dösseldorf, die stupide deutsche Botschaft, ihrentwegen wollte sie diese Geld zwar bezahlen, geht es nicht in China. Diese WJJ nahm mich als ein völliger Idiot, vergass, das ich als ein Student in Deutschland, solche Dinge genau kenne. Sie ist die jenige, die ganze Sache ein großes Ereignis verursacht. Es ist alles ihre Schuld und nun will sie diese Sache nochmal schlimmer machen und alle Schulde schieben. Wenn ich für sie diese Geld bezahle, bekomme ich einen Beleg mit meinem Namen, was sie später irgendwann unbedingt bracht, außerdem ist diese Geld für drei Personen, jede braucht einen eigenen Beleg und zwar mit ihrem eigenen Namen. Ich darf überhaupt nichts helfen. Aber sie nervt nicht dauernd.
So musste ich am Montag wieder in die Bibliothek fahren und alles dieser WJJ erklären. Es war kalt draußen und als ich wieder zurück war, merke ich, meine Erkältung war schwerer geworden und am Abend bekamm ich ordentlich Fieber. Dieser blieb für 3 Tage mit mir, am Donnestag konnte ich erst aufstehen und schrieb meine Hausarbeit. Bis Mittwoch 01. Okt. habe die Hausarbeit abgeben. Es war sehr knapp, und zum Glück hat Matthias viermal mit mir zusammen die Arbeit korrigiert. Bis der letzten Nacht schrieb ich noch die letzten Seiten.
Nachdem ich die Hausarbeit abgegeben habe, bin ich eingeladen von Matthias‘ Familie, einen Freitagabend bei ihnen zu verbringen. Solche Einladung von Matthias habe ich schon einige Mals abgesagt. Ich komme auch schon längst nicht mehr zu einer Party oder einem Familienabend bei unserem Freundkreis. Ich bin ein Absolvent von Partys, ich kenne was diese ist und brauche nicht mehr dort zu gehen um die Kultur kennenzulernen. Aber diesemal muss ich gehen, weil Matthias wieder für mich korrigiert hat.
Ich bin von Matthias‘ Familie eingeladen worden weil „ich immer ein guter Gast war“. Ein guter Gast heißt, denke ich, Kleinigkeit mitzubringen, sehr sehr nett zu jedem Familienmitglied zu sein, viele langweiligen Fragen mit hocher Interesse zu beantworten, niemals beleidigt zu werden und ewige gute Laune zu haben. Das kann ich nicht oft aushalten. Aber ich war schon viertel Jahr nicht mehr bei ihnen und nun ist es in Ordnung, ich vermisse sogar bisschen das Gefühl in seiner Familie, also das Gefühl in einer Familie. Ich versprach Matthias vorher noch eine Flasche gut Wein mitzubringen, vergass aber am Freitag, 03. Okt. der Nationalfeiertag von Deutschland ist und alle Laden sind geschlossen. Deutschland ist mir nach drei Semester immer halbwegs fremd. Gottseidank habe ich zuhause noch eine gute Vase, die brachte ich mit, und auch noch mein schlechtes Gewissen.
Es war ein gemütlicher Abend, von 20 bis 1 blieb ich bei ihnen. Matthias‘ Mutter hat viel mit mir gesprochen. Glücklicherweise kann ich nun diese Sprache besser und konnte alles verstehen. Um 1 war draußen 0 Grad und ich fuhr mit Matthias‘ Fahrrad nach Hause. Sie wollten mich nach Hause fahren, ich sagte ab. Ich wollte den Gastgeber keine weitere Mühe geben. Vielleicht weswegen wurde ich wieder „herzlich eingeladen“, manche Spezialitäten von Thüringen bei ihnen zu essen. Ich war sehr dankbar und fuhr schnell nach Hause. Auf dem Weg waren zwei deutsche Mädchen betrunken und ruften mich, wollten mit mir was zusammen tun. Offensichtlich sind sie nicht die lieblichen oder attraktiven, sonst sollten sie schon bei jemand sein und taten was. So fuhr ich ohne Rückblick nach Hause. Gestern aß ich wieder in der Mensa und sagte mir Matthias, dass seine Eltern finde, ich sei der beliebste Gast bei ihnen unter allen Freunden von Matthias. Gott sei Dank.
Nachdem ich die letzte Hausarbeit abgegeben habe, sollte ich meine Abschlussarbeit schreiben, nebenbei noch für mein zukünftigen Beruf sorgen. Im Kurzem bekam ich äußerst unerwartet eine Idee, zurück in Uni Xiangtan als Leher zu arbeiten. Ich sagte Roman, er war sehr dafür. Das überrascht mich und erinnert mich plötzlich daran, diese war eigentlich stets Roman’s Meinung, ich sollte schon längst wissen und habe sie wahrscheinlich verdrängt. Nun merke ich es. So ist diese Idee direkt eine Richtung geworden und fange ich an, mir diese Stelle in Xiangtan zu besorgen.
Leider ist es nicht mehr einfach, alle Staatsgehörigen Universitäten in China wollen nun mindestens Doktor haben, und Uni Xiangtan gehört zu den dreißigen Universitäten in China, welche authentische deutsche Abteilung besitzt, obwohl sie vielleicht die dreißigste beste ist. So habe ich ein richtiges reales Problem. Meine einzige Chance ist, der Master aus Deutschland ist nicht so richtig geregelt worden und könnte vielleicht eine Ausnahme sein, wenn die Uni nicht schwarz auf weiß dagegen ist. So bewerbe ich trotzdem. Natürlich muss ich einige emaligen Freunden um Hilfe bitten, welche irgendwie Beziehungen mit der Uni haben, und nun bekomme ich nur noch positive Nachrichten, es sei doch eine Chance für mich wenn ich gut bewerben kann. Aber gut zu bewerben ist nicht ohne. Ich muss richtig überlegen und vorsichtig alle meine „Vermögen“ ausmelken. Aber vor allem muss ich morgen für Chinesen etwas tun. Morgen habe ich eine chinesische Gruppe in Frankfurt abzuholen, ein recht beschießener Beruf.