der Süden Chinas
Endlich komme ich dazu, von meinem Urlaub in den Semsterferien zu berichten.
Los ging es von hier über Kunming nach Xishuangbanna, einer Region in Yunnan, im äußersten Süden Chinas, hier gabs - für mich zum ersten mal - Sommer im Februar, mit fast 30 Grad, Bananenstauden, Palmen und allem drum und dran.
Man merkt sehr schnell, dass Myanmar und Vietnam nicht weit weg ist. Das Leben hier ist ganz anders als an der Ostküste. Hier konnte ich dann mal etwas Urwald erleben und Reis aus der hohlen Ananas essen. Eigentlich alles ziemlich tropisch und sehr relaxed. Die Menschen noch kleiner als ohnehin schon in China, dafür aber nicht ganz so wuselig.
Also, keine typische chinesische Grosstadt, sondern viel Grün. Hier leben die sogenannten Dai, eine Volksgruppe, die sich unter anderem darin auszeichnet, dass sie in Häusern auf Stelzen leben um sich vor Feuchtigkeit zu schützen. Wirklich interessante Konstruktionen.
Hier hab ich dann auch das chinesische Neujahrsfest verbracht, eben nur diesmal im T-Shirt und nicht mit Winterjacke. Ich sah zum ersten mal Wasserbüffel
unzählige Tempel
Nun gut, ich gebe zu, davon habe ich nichts gegessen, doch mittlerweile habe ich schon mehr gegessen als ich mir jemals hätte Träumen lassen. Seegurke und Seeschnecke, Algen in jeder Form, Schweineohren etc. Und ich muss zugeben nicht alles war eklig. Wobei ich ja immerwieder betonen muss, dass das ‘normale’ chinesische Essen wirklich toll ist und ich nicht daran
denken darf, dass ich das irgendwann in Europa nicht mehr bekomme.
hier ein Burmese, der aus einem Film entsprungen zu sein scheint, ein unglaubliches Unikum, dass uns gezeigt hat wie man in Burma mit den Fingern isst.
Nochmehr Pagoden
die weiße Pagode, der Aufstieg hat sich gelohnt. Angeblich ist in dem kleinen Bau, der von Blumen verziert ist, ein Fussabdruck Buddahs.
Und noch viel viel mehr, was ich mal persönlich erzählen muss …
Frisch erholt ging es weiter nach Lijiang,
eine chinesische Bilderbuchstadt,hier konnte man entspannt über die Dächer der typ. chin. Häuschen blicken
und etwas abseits der Touristenströme (am Neujahrsfest sind tatsächlich 1,3 Milliarden Chinesen unterwegs) auch ruhige Flecken finden.
Hier blieben wir nur kurz um dann zu dem für mich schönsten Fleckchen der Erde weiter zu reisen;
dem Lugu Hu, was soviel heißt wie Lugu See. Ein wunderbarer See, der Yunnan, Sichuan und Tibet miteinander verbindet und auf 3000 Metern Höhe liegt. Man muss fast 8 Stunden mit einem Bus über eine Serpentinstrecke zurücklegen um hier am Ende der Welt anzukommen. Zur Belohnung gibt es dann eine Landschaft, die einfach atemberaubend ist.

Strahlender Himmel glasklares Wasser, Blick auf schneebedeckte Berge, die irgendwo dahinter den Himalaya erahnen lassen. Hier leben die Mosu, eine Minderheit, die noch nach dem Matriarchat lebt. Hier wünscht man sich, ganz im Gegensatz zum Rest Chinas lieber ein Mädchen als einen Jungen.
Hier kann man noch viel traditionelle Kleidung sehen,

generell sehen die Menschen hier eher aus wie eine Mischung aus Indio und Cowboy, und sind dabei meist größer als ich, sehr angenehm! Sie tragen auch meist Cowboy Hüte die nicht importiert sind, sondern ebenso zur Tradition des Reitervolks gehören und hauptsächlich gegen die Sonne schützen sollen, die hier in der Höhe doch ziemliche Kraft hat.
hier haben wir gewohnt und neben einer Art Barbecue unglaublich leckere tibetanische Pfannkuchen bekommen.
Der unglaubliche Ausblick von unserem Vorzimmerbalkon. Die Fähnchen die man oben sieht,
sind tibetanische Gebetsfahnen.
Ja, soviel zu meinem Urlaub. Der arme Roman hat in der Zwischenzeit das spannendste leider nicht miterlebt, aber das wichtigste erledigt, nämlich seine Disputation erfolgreich abgeschlossen!!! Ja, er ist jetzt Dr. Roman. Hiphiphurra.
Nungut, seit einem guten Monat sind wir nun wieder hier in Qingdao am gelben Meer, seit heute dürfen wir auch wieder hier die Sonne begrüßen.
Seitdem schlagen wir uns neben dem alltäglichen Semesterstress und einem zusätzlichen DaFKurs mit der Frage nach der Veröffentlichung von Romans Dissertation und natürlich auch mit der Frage nach der Zukunft die Zeit um die Ohren.
Momentan sieht alles so aus, als würden wir Deutschland wirklich nur ganz kurz im Sommer (fragt mich nicht wann…) zu Gesicht bekommen um dann Ende August wieder nach China aber diesmal wahrscheinlich nach Changchun zu fliegen. Changchun liegt in der Provinz Jilin und damit zwischen Korea und Russland.
Das wäre dann also wiedermal eine ganz andere Ecke in diesem riesigen und wunderschönen Land …











