Kochen, Wok und offenes Feuer
Habe heute seit laengerem mal wieder versucht zu kochen. Einerseits ist das hier ein wenig schwierig, da man nicht die bekannten Gewuerze hat und andererseits ist es irgendwie ein wenig sinnlos, da man an jeder Ecke fuer wenig Geld lecker Essen bekommt. Aber ab und an packt es mich und ich habe einfach keine Lust schon wieder raus zu gehen.
So war es denn auch heute. Aber da kam noch ein weiteres Hindernis hinzu, wir haben eine kleine Pfanne und einen Wok, von der Groesse her ist der Wok viel besser, da geht zumindest was rein. Nur, der Wok ist noch nicht eingeweiht, also auch noch nicht vorbehandelt und da muss man ja so einiges mit machen, wie ich mitlerweile in Erfahrung gebracht habe.
Fred z. B. sagte wohl, man muesse den Wok ueberm Gas erhitzen und wenn er richtig heiss ist muss Oel hinein, beim ersten Benutzen muss man das dann entzuenden und damit den Wok ausbrennen um spaeteres anbrennen zu vermeiden. Da ich aber nun kein grosser Freund von offenem Feuer in der Wohnung bin, ja um nicht zu sagen ein Angsthase, dachte ich google doch mal, obs da nicht ne andere Moeglichkeit gibt.
Ja und tatsaechlich, neben diversen offenen Feuer-Moeglichkeiten im heimischen Garten oder auch Brenner-Geschichten, gabs auch ne Variante die mir lesend gefallen hat; man muss das Ding richtig heiß werden lassen, dann Oel rein, dass richtig bruzeln lassen dann ausschuetten und direkt Salz in den Wok, dieses wird mit Zeitungspapier ordentlich eingerieben, wegschuetten, auswaschen, fertig.
Gesagt getan, aber ich sage euch, das ist ne Schweinerei, ein Gestank und Nebel, der haengt jetzt noch in der Wohnung … und nun weiss ich, warum es hier oft unglaublich verraucht in den Gassen ist … denn nicht nur das, sondern auch bei jedem kochen wird der Eisenwok erstmal ordentlich erhitzt, dann Oel rein und erst wenn das ordentlich heiß ist kommen die Zutaten rein. Einige werden vielleicht sagen; wie, wusstest du das nicht? Und ich sage; nein, nicht so direkt, aber hinzu kommt ja noch, dass ich nach dem googlen auch noch schlauer geworden bin, was die Hitze an deutschen Gasherden angeht, die kann naemlich hiermit garnicht mithalten. So! (Wollte schon seit laengerem nochmal ordentlich klugscheissen)
Aber egal, das Resultat war in jedem Fall mehr als vielversprechend, der Wok funktioniert nun einwandfrei, spiele mit dem Gedanken, ihn mit nach Deutschland zu nehmen … und auch das Essen war super, wobei ich dazu noch sagen muss, dass ich selten zuvor so schnell gekocht habe. Die Kunst ist wohl, dass man alles was ins Essen soll hier vorher zubereitet haben muss, denn ist der Wok mal heiß, ist nix mit noch schnell die Tomaten schneiden, die muessen fertig sein und griffbereit in der Naehe stehen.
Ja, dass zu meinen neuesten Kocherfahrungen, aber ich beneide immernoch den Koch hier im Nudelrestaurant, der das alles mit solch einer Gelassenheit und Kunst erledigt, dass ich blass werde. Ich muss das mal filmen …
Ach, und weils schon im letzten Beitrag keine Fotos gab, zumindest heute meine neueste Errungenschaft, eine Tasse, nicht wirklich interessant fuer euch, aber ich finde sie toll.
Und noch was, will euch ja nicht vorenthalten, wie unsere Nachbarn das Fleisch trocknen.
